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Tipp: Massenproduktion von Weichen

...und das "kopieren" von vorbildgerechten Weichen.

Das Vorbild: Weiche für 40km/h (1:9).

Hier wird gezeigt, wie vorbildgerechte Weichen in Großzahlen gebaut werden können. Schauen Sie sich die Anlage "GH2_Weichenbau_01.anl3" an. Da wird Schritt für Schritt gezeigt wie eine einfache Weiche gemacht wird. Haupttrick ist, das Koordinatensystem zu benutzen, und zwar in der zweitgrößten Zoomstufe (wobei der Kursor in Schritte von 0,16m bewegt werden kann).



So soll die Weiche am Ende aussehen. Am besten versucht man die unterstehende Anleitung in der Anlage GH2_Weichenbau_01 nachzuvollziehen, oder besser noch, gleich selber eine Weiche zu bauen.

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Für jede 1:9-Weiche braucht man jetzt die gleiche Kurve: die erste wurde in der Beispielanlage verlegt von (x=40,00 y=12,00) bis (x=60,00 y=13,12). Die Kurve ist also 20m lang, mit einer seitliche Verschiebung von 1,12m (= ein Viertel des Standart-Gleisabstandes von 4,5m in EEP).


Damit man diese Kurve beliebig oft kopieren kann, wurde an beiden Seiten ein kurzes Stumpfgleis angeschlossen. Die Kurve kann man jetzt verschieben nach einen bereits verlegten Weichenanfang. Zwischen den kurzen Stumpfgleisen kann jetzt ein neues Gleisstück ausgerichtet werden, das damit die Gleiche Form hat als die erste Kurve. Mehrere Kurventeile können so irgendwo hingeschoben werden, damit man diese "auf Lager" hat.


Achtung! Das erste Gleisstück muß sehr genau verlegt werden, sonst treten bei alle "Kopieen" Fehler auf. Dazu muß beim verlegen dieses Gleises sowohl Anfang als Ende nach dem EEP-Raster ausgerichtet werden. (Plaziert man zum ersten mal ein Gleis, ohne Anfang oder Ende zu berühren, liegen Anfang und Ende NICHT genau im Raster.)


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Die Weichenverbindung braucht jetzt ein geradenes Gleis von 60m. Dieses könnte zuerst anschliessend am linken kurzen Stumpfgleis von (x=40,00 y=12,00) bis (x=100,00 y=12,00) verlegt werden, damit sichergestellt wird daß das Gleisstück schnurgerade und genau 60,00m lang ist.

Daran wird das Hilfsstück "A001_Spurklotz_450" (Gleisbegleitendes objekt von Andreas Hempel - Signalfabrik) angeschlossen.


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Am Parallelgleis vom A001_Spurklotz_450 wird eines der vorhandenen Kurvenstücke angeschlossen, und zwischen den beiden Kurven wird ein letztes Gleisstück angebunden. Fertig!




Etwas unter der Fertigweiche wird gezeigt, daß daraus mit einfachen Mitteln eine kleine Weichenstraße mit EKW gemacht werden kann. Der abstand zwischen den Weichenmitten ist in diesem Fall immer 40m.


Foto: Übersicht der Bauschritte (rechts), zusammen mit einigen vorgefertigten Kurven (links), und die beiden Stumpfgleisen, wozwischen noch mehr gleichförmige Kurven gemacht werden können.


Nach diesem Prinzip können auch Weichen mit anderem Winkel gebaut werden. Einige Beispiele:

Für 1:9-Weichen (40km/h) gilt: Abstand zwischen den Weichenmitten ist 40m. Länge der vorzufertigen Weichenkurve ist 20m (die Hälfte von 40m), mit einer seitliche Verschiebung von 1,12m.

Für 1:12-Weichen (60km/h) gilt: Abstand zwischen den Weichenmitten ist 54m. Länge der Weichenkurve ist 27m (die Hälfte von 54m), auch mit einer seitliche Verschiebung von 1,12m.

Für 1:15-Weichen (80km/h) gilt: Abstand zwischen den Weichenmitten ist 68m. Länge der Weichenkurve ist 34m (die Hälfte von 68), auch mit einer seitliche Verschiebung von 1,12m.

Für 1:34,7-Weichen (140km/h) gilt: Abstand zwischen den Weichenmitten ist 156m. Länge der Weichenkurve ist 78m (die Hälfte von 156), auch mit einer seitliche Verschiebung von 1,12m.


--- Viel Erfolg bei der Anlagenbau! ---

© 2003 Guido S. Hulstman
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